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30.07.2019 Von: Hartmut F. Reck

Stadt unterschreibt Mietvertrag

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres haben nun Jüterbog und der Kreis Teltow-Fläming die Nutzung des Gebäudes der Pestalozzischule für die Wiesenschule geregelt


Foto: Hartmut F. Reck

Reger Betrieb herrscht im Gebäude der Pestalozzischule. Es wird umgebaut für die Wiesenoberschule, deren Lehrer und Schüler dort am nächsten Montag einziehen und es als Ausweichquartier in Beschlag nehmen werden, während das Gebäude der Wiesenschule in den nächsten zwei Schuljahren umfassend umgebaut und saniert wird. So lange gilt jedenfalls der Mietvertrag, den vergangene Woche Jüterbogs stellvertretender Bürgermeister Joachim Wasmansdorff unterschrieben hat, nachdem das Vertragswerk schon einen knappen Monat vorher von dem für Bildung und Schulwesen zuständigen Beigeordneten des Landkreises Teltow-Fläming, Johannes Ferdinand (CDU), unterschrieben worden war. „Das ist erst einmal eine schnelle Lösung“, so Wasmansdorff gegenüber der MAZ, „um uns das Schulgebäude zu sichern.“ Mit diesem befristeten Mietvertrag, der bis zum Ablauf des Schuljahres 2020/2021 abgeschlossen worden ist, „haben wir jetzt erst einmal Zeit, in Ruhe über eine dauerhafte Lösung zu verhandeln“, so der stellvertretende Bürgermeister. Sollte es mit dem Umbau und der Sanierung der Wiesenschule länger dauern, hat die Stadt als Mieter das Recht, den Mietvertrag bis zu zweimal für jeweils zwölf Monate zu verlängern. Doch die Stadt hat die Absicht, möglichst schon vorher die Pestalozzischule dauerhaft zu erwerben. Sobald die Wiesenschule wieder bezugsfertig ist, so die Überlegung der Stadt, könnte dort eine zusätzliche Grundschule eingerichtet werden, die laut Schulentwicklungsplan des Landkreises für die Stadt Jüterbog dringend benötigt wird. Vorzugsweise möchte die Stadt das Schulgebäude in der Schulstraße 1 mit einem Erbbaurechtsvertrag in ihr Eigentum überführen. Dementsprechende Verhandlungen zwischen Stadt und Kreis laufen schon seit Längerem. Doch scheint es noch Differenzen über die Höhe des Erbbaupachtzinses zu geben. Dieser bemisst sich normalerweise nach dem Wert des Grundstücks. Über diesen gibt es offensichtlich noch unterschiedliche Vorstellungen. Politischen Streit hatte es außerdem im alten Kreistag gegeben. Dieser wollte mehrheitlich nicht der Schließung des Schulstandortes zustimmen. Dort hatte bis Ende des vergangenen Schuljahres die Pestalozzi- Förderschule residiert, die ausgelaufen ist und deren Schüler in andere Förderschulen oder in Inklusionsklassen regulärer Schulen gewechselt sind. Doch dieser Protest gegen die Inklusionspolitik des Landes ändert nichts daran, dass das Schulgebäude jetzt von der Wiesenoberschule genutzt werden wird. „Dies ist auch eine Hilfestellung für die Stadt Jüterbog“, sagt dazu der Beigeordnete Ferdinand, die man selbstverständlich in einer solchen Situation unterstütze. Der nun abgeschlossene Mietvertrag betrifft das Grundstück Schulstraße 1 mit den darauf befindlichen Gebäuden und Außenanlagen, also den Altbau mit dem Anbau, das Nebengebäude sowie die Sporthalle mit den Außensportanlagen und Einfriedungen.

 

Quelle: MAZ, Jüterbog, vom 30.07.2019, Autor: Hartmut F. Reck