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17.06.2019 Von: Hartmut F. Reck

Erster Spatenstich für Umbauarbeiten

Mit dem Beginn der Sommerferien starten die Arbeiten für den Umbau der Wiesen- Oberschule – Abschied von den 10. Klassen, einigen Lehrern und dem Schulgebäude


Foto:Hartmut F. Reck

Die Noten stehen fest, die Zeugnisse sind geschrieben, so richtig lernen und lehren tut derzeit niemand mehr. Projekte, Ausflüge und sonstige Beschäftigungen stehen auf dem Stundenplan. In der Wiesen- Oberschule in Jüterbog herrscht allgemeine Aufbruchstimmung. Selbst wenn man so kurz vor der Zeugnisausgabe am Mittwoch und bei diesem tollen Wetter noch wollte, ein regulärer Unterricht ist hier ohnehin nicht mehr möglich. Tische, Stühle und Schränke sind größtenteils schon in das Gebäude der ehemaligen Pestalozzi-Förderschule gebracht worden. „Ihr wart ja schon fleißig“, meinte Schulleiter Ralf Mund anerkennend zu seinen Schülern, „in einigen Räumen in der Pestalozzischule könnte eigentlich schon der Unterricht beginnen.“ Aber bis dahin sind es noch sechseinhalb Wochen. Umso beruhigender ist es aber für den Schulleiter, dass man schon so weit ist und es Anlass zur Hoffnung gibt, dass der Übergang trotz aller Einschränkungen so reibungslos wie möglich klappt. Mit Beginn des nun endenden Schuljahres am 20. August 2018 gilt die Wiesen-Oberschule als Schule für gemeinsames Lernen. So erhielt sie 24 neue Integrationsschüler. Außerdem kamen 20 fremdsprachige Schüler hinzu. Bei seinem Rückblick ließ es Schulleiter Mund nicht unerwähnt, dass noch bei den Halbjahreszeugnissen damit zu rechnen war, dass 20 Prozent der Schüler das Klassenziel nicht erreichen. Am Ende seien es nur noch neun Prozent gewesen. Aber auch diese Zahl wolle man künftig unterbieten. Nachdem bereits am Freitag zuvor die 10. Klassen feierlich verabschiedet worden sind, sagten nun auch mehrere Lehrer Adieu. Darunter war auch die Biologie- und Geografielehrerin Ursula Gast, die nach 40 Dienstjahren in den Ruhestand geht. Seit 2002 lehrte sie an der Wiesenschule, vorher war sie an der Schollschule tätig. Bevor man schließlich zum 1. Spatenstich für die umfangreichen Umbauarbeiten schritt, betonte der örtliche Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD), dass es sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt handle. Das Geld dafür komme von der Stadt und aus vielen Fördermitteltöpfen, unter anderem vom Kleine-Städte-Programm, an dem auch das Amt Dahme beteiligt sei, und von der EU. Er würdigte die Arbeit der Stadtverwaltung für die Einwerbung der Fördermittel und den Mut der Stadtverordneten, den Eigenanteil zur Verfügung zu stellen. Dieser liege bei 3,3 Millionen Euro, konkretisierte Stadtkämmerer René Wolter die Zahlen. Fünf Millionen seien Fördermittel. Er vertrat den erkrankten Bürgermeister Arne Raue (WsJ) und erinnerte an die Geschichte des Gebäudes. Demnach wurde es 1930 errichtet und werde nun komplett entkernt und neu aufgebaut und erweitert, mit hellen und zusätzlichen Klassenräumen, neuer Küche und Lehrküche. Die erste Idee, die Schule umzubauen, entstand bereits 2011. Eine erste Machbarkeitsstudie wurde 2016 erarbeitet. Seit 2017 wird konkret geplant. Nun rechnet man mit zwei weiteren Jahren Bauzeit.

 

 

Quelle: MAZ, Jüterbog, vom 17.06.2019, Autor: Hartmut F. Reck