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18.02.2019 Von: Hartmut F. Reck

Wiesenschule zieht im Sommer um

Standortwechsel nochmals verschoben – Beste Lösung auch für Pestalozzi-Schüler


Foto: Peter Degener

Nun ist es amtlich: Die Wiesenschule soll nach mehreren Verzögerungen nun erst in den Sommerferien in die Pestalozzischule umziehen. In der dann aufgelösten Förderschule sollen die Oberschüler so lange unterrichtet werden, bis ihr deutlich in die Jahre gekommenes Schulgebäude grundsaniert worden ist. „Im Sommer geht’s los“, sagte Bürgermeister Arne Raue (parteilos) gegenüber der MAZ. Das heiße, dass der Umzug der Wiesenschüler in die Pestalozzischule nicht schon in den Osterferien erfolgen solle, wie ursprünglich geplant, sondern erst in den Sommerferien. „Das kommt uns sehr entgegen“, meinte dazu Schulleiter Ralf Mund auf Nachfrage der MAZ. Die Schulen seien in den Entscheidungsprozess mit einbezogen worden, „und aus pädagogischer Sicht haben wir für den Sommer plädiert“, so Schulleiter Mund. „Wir sind sehr froh darüber“, meint der Rektor, „weil wir so das Schuljahr in Ruhe zu Ende bringen können.“ Das liege auch im Interesse der Förderschüler. Sie werden nach der Auflösung ihrer Schule, die der Kreistag Teltow-Fläming am 25. Februar beschließen wird, je nach Wunsch der Eltern in Integrationsklassen an Regelschulen oder in die Luckenwalder Förderschule umgesetzt. Auch Bürgermeister Raue ist mit dieser Lösung zufrieden. Die Prämisse sei von Anfang an klar gewesen: Kein Baubetrieb während des Schulbetriebs. Ein weiterer Vorteil der vorläufigen Unterbringung der Wiesen-Oberschüler in der Pestalozzischule sei, dass erstens, die Stadt keine Kosten hätte für die Anmietung von Containern als Ersatz-Klassenräume, und zweitens, das Geld besser in städtisches Eigentum investiert werde für die brandschutz- und elektrotechnische Aufrüstung der Pestalozzi-Schule. Daran werde gerade gearbeitet. Zudem solle im Gebäude der jetzigen Pestalozzischule nach der Fertigstellung der Wiesenschule eine zusätzliche städtische Grundschule eingerichtet werden, so Raue. Das passe genau in den Schulentwicklungsplan, meint dazu Karsten Dornquast, Leiter des Amtes für Bildung und Kultur der Kreisverwaltung Teltow-Fläming. Am wichtigsten sei im Moment, dass die Pestalozzischule rechtzeitig zum Schuljahresbeginn 2019/20 technisch ertüchtigt worden sein wird. Nicht ganz so zufrieden ist die Elternvertreterin und Fördervereinsvorsitzende der Wiesenschule Nancy Goedecke. Ihr wäre eine Container- Zwischenlösung lieber gewesen. Auch bemängelt sie, dass es durch den Umbau zu keiner wesentlichen Kapazitätserweiterung komme. Statt bisher 14 Klassenräumen gebe es dann 16. Dennoch: „Es ist Zeit, dass etwas getan wird“, sagt sie. Ehemalige Wiesenschüler, die mal zu Besuch kämen, meinten immer, dass es dort noch so aussehe wie vor 30 oder 40 Jahren. Im Vorfeld hatte es Unstimmigkeiten zwischen Stadt und Kreis gegeben. Der Bürgermeister sprach von schleppender Bearbeitung der Bauanträge. Der Kreis konterte, dass die Bauanträge unvollständig eingereicht worden seien.

 

 

Quelle: MAZ, Jüterbog, vom 16.02.2019, Autor: Hartmut F. Reck