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Umzug verzögert sich - Schon in wenigen Wochen sollten die Jüterboger Wiesenschüler in der Pestalozzischule unterrichtet werden – Nach aktuellem Stand wird es aber erst im Frühjahr 2019 soweit sein

Aufgrund der geplanten Sanierung an der Jüterboger Wiesenoberschule sollte der Umzug der rund 330 Schüler in die Pestalozzischule während der Herbstferien erfolgen. Für etwa zwei Jahre soll die ehemalige Förderschule als Ausweichquartier der Oberschüler dienen, während ihr eigenes Haus in der Friedrich-Ebert-Straße umfangreich modernisiert wird. In der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses teilte Anke Stöckigt jedoch mit, dass sich der Umzug verschieben wird. Die Sachgebietsleiterin für Bildung, Jugend und Sport nannte das Jahr 2019. Damit die Wiesenschüler übergangsweise in der Pestalozzischule unterrichtet werden können, müssen dort noch wesentliche Maßnahmen im Bereich Brandschutz umgesetzt werden. Die erforderlichen Rohbauarbeiten sowie das Stellen von Trockenbauwänden für neue Raumaufteilungen seien „weitestgehend abgeschlossen“, so Bürgermeister Arne Raue zum aktuellen Stand. Auch der Einbau von Brandschutz- sowie rauchdichter Türen sei fast komplett erfolgt. Zur Verzögerung der Abnahme komme es unter anderem wegen nachträglicher Forderungen von Seiten des Landkreises. „Das mit dem Kreisbrandmeister abgesprochene Brandschutzkonzept, die temporäre Nutzung der Förderschule auch ohne eine zusätzliche Außentreppe zuzulassen, wurde im Nachgang durch Forderungen des Kreises wieder verworfen. Die Außentreppe muss nun doch als zweiter Fluchtweg kommen“, berichtet Jüterbogs Bürgermeister. Der Bau sei in Auftrag gegeben – die Montage für Ende November geplant. Zudem müsse die Stadt zusätzlich eine Alarmaufschaltung einbauen und die gesamte elektrische Anlage erneuern. „Dies sind zusätzliche und kostenintensive Arbeiten, die ursprünglich so nicht gefordert waren“, sagt Raue. Aufgrund des veränderten Umfanges der Arbeiten könne der Zeitraum nicht mehr wie geplant eingehalten werden. Darüber hinaus berichtet der Bürgermeister über die komplizierte Suche nach geeigneten Firmen: „Teilweise mussten die Ausschreibungen wiederholt werden, da beim ersten Anlauf keine Angebote eingingen, oder die Baupreise um ein Vielfaches höher waren als die Kostenberechnung.“ Laut neuem Zeitplan sollen die Brandschutzmaßnahmen in der Pestalozzischule bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein – umgezogen wird jedoch erst im Frühjahr 2019. Nach Absprache mit den verschiedenen Gewerken, der Schulleitung und dem Landkreis Teltow- Fläming einigte man sich darauf, dass die Weihnachtsferien sowie die nur einwöchigen Winterferien im Februar nicht die geeigneten Zeitpunkte seien, um den Umzug der Wiesenschule zu bewältigen. Anke Stöckigt sagte deshalb: „Wir wollen die Osterferien für den Umzug nutzen.“ In dem zweiwöchigen Zeitraum sei der Wechsel in die ehemalige Förderschule am ehesten zu schaffen. Schulleiter Ralf Mund äußerte sich über den verschobenen Umzugstermin jedoch verständnisvoll. „Es ist so, wie es ist. Ich wurde aber als Schulleiter in die Situation mit eingebunden und das fand ich sehr gut“, erklärte er. Um die Baumaßnahme an der Wiesenschule finanzieren zu können, muss sich die Stadt an zwei Fördertöpfen bedienen. Da diese in einem bestimmten zeitlichen Rahmen abgerufen werden müssen, ist der Zeitplan für die Sanierung der Wiesenschule äußerst knapp. Ohne die 3,6 Millionen der Investitionsbank des Landes Brandenburg und die 1,7 Millionen Euro vom Landesamt für Bauen und Verkehr könne die Stadt die Gesamtkosten von etwa acht Millionen Euro nicht stemmen. Anke Stöckigt ist jedoch zuversichtlich: „Wir versuchen die Fördermittel weiter zu sichern – das sieht bisher ganz gut aus.“ Neben den zahlreichen Problemen gibt es aber auch positive Nachrichten für die Stadt. Über das Pachtverhältnis zwischen der Stadt Jüterbog und dem Landkreis Teltow- Fläming für die Pestalozzischule wird nun erneut verhandelt. „Landrätin und Bürgermeister sind sich einig, dass sie einen Vertrag schließen wollen,“ so Arne Raue.

 

Quelle: MAZ, Jüterbog, vom 24.08.2018, Autorin: Isabelle Richter

Sanierung der Jüterboger Wiesenschule ist gesichert - Landesbank gibt Zuwendungsbescheid

Foto: Schule

Dem Ausbau der Jüterboger Wiesenoberschule steht aus finanzieller Sicht nichts mehr im Weg. Die Stadt hat einen Zuwendungsbescheid der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) in Höhe von 3,6 Millionen Euro erhalten. Damit sind die Gesamtkosten von etwa acht Millionen Euro für die Baumaßnahme gedeckt. Daneben wird die Maßnahme über einen Fördertopf vom Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) finanziert. Aus dem Programm „Kleinere Städte und überörtliche Zusammenarbeit“ erhält die Stadt rund 1,7 Millionen Euro. 2,7 Millionen Euro muss die Stadt selbst stemmen. Bereits ab diesem Sommer sollen die Jüterboger Wiesenschüler in der Förderschule Pestalozzi untergebracht werden. Diesen straffen Zeitplan gab Bauamtsleiterin Kira Wenngatz Anfang des Jahres in einer Sitzung des Sozialausschusses bekannt. Grund dafür sei das enge Zeitfenster, in dem die Mittel aus den Fördertöpfen abgerufen werden müssten. Damals war jedoch noch nicht klar, ob die aktuell bestätigten Fördermittel der ILB bewilligt werden. Kämmerer René
Wolter erklärte dazu im Januar: „Ohne diese Fördermittel ist es definitiv nicht möglich.“ Bevor nun mit der dringenden Baumaßnahme begonnen werden kann, müssen in der Pestalozzischule allerdings noch wesentliche
Brandschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Dies soll bis zu den Oktoberferien abgeschlossen werden. Danach müssen die mehr als 300 Wiesenschüler für zwei Jahre in die Pestalozzischule ausweichen.

Quelle: MAZ, Jüterbog, vom 13.06.2018, Autorin: iSi

Schüler müssen ab Sommer raus

Fotos: Uwe Klemens

Noch in diesem Jahr soll mit der Sanierung der Jüterboger Wiesenschule begonnen werden – Die rund 335 Schüler müssen dann für zwei Jahre in die Pestalozzischule umziehen

 

Im Sozialausschuss der Stadt Jüterbog am Dienstagabend beschäftigte die Anwesenden vor allem ein Thema – die Zukunft der Wiesenschule. Noch in diesem Jahr soll diese umfangreich saniert werden. Mit der Planung befindet man sich laut Rathaus kurz vor dem Abschluss. Ziel ist es, im Sommer mit den Baumaßnahmen zu beginnen. Um den laufenden Schulbetrieb nicht mit Lärm und Dreck zu beeinträchtigen, müssen die rund 335 Wiesenschüler für etwa zwei Jahre ausgelagert werden. Zu diesem Thema hatte der stellvertretende Schulleiter ein paar offene Fragen. „Gibt es Termine? Wo geht die Reise hin? Im Moment können wir den Eltern darauf keine Antworten geben“, sagte Sven Schulze. Dazu erklärte Anke Stöckigt, Sachgebietsleiterin für Bildung, Jugend und Sport: „Da wir seit einigen Jahren vom Landkreis die Immobilie zur Nutzung angeboten bekommen haben, die sich in der Schulstraße befindet, wo momentan die Förderschule Pestalozzi untergebracht ist, war die Idee, diesen räumlichen Leerstand mit unseren Bedarfen der A sgliederung zu kombinieren.“ Während der Planung stellte sich allerdings heraus, dass dort vor dem Umzug zunächst bauliche Maßnahmen durchgeführt werden müssen. Beim Blick auf den engen Zeitplan zeigte sich Sven Schulze nachdenklich. „Das heißt ja, wir müssten innerhalb von ein paar Monaten den Auszug der Wiesenschule organisieren und gleichzeitig in der Pestalozzischule alles fertig haben. Da wird mir ein bisschen schwummerig“, sagte der stellvertretende Schulleiter. Bauamtsleiterin Kira Wenngatz gab zu, dass das Projekt eine ziemliche Herausforderung für alle Beteiligten sei. Allerdings könne man sich mit der Maßnahme nicht viel Zeit lassen. Denn um die Sanierung überhaupt finanzieren zu können, muss sich die Stadt an zwei Fördertöpfen bedienen, die in einem bestimmten zeitlichen Rahmen abgerufen werden müssen. „Wir reden hier von mehr als sieben Millionen Euro, die in diese Schule wandern sollen. Ohne diese Fördermittel ist es definitiv nicht möglich“, erläuterte Kämmerer René Wolter die finanzielle Probl matik. Mit den Fördermitteln von rund vier Millionen Euro läge die Investition von Seiten der Stadt noch bei etwa 3, 7 Millionen Euro. Eine Chance, die man nutzen müsse. Nichtsdestotrotz macht sich die Schulleitung Gedanken darüber, ob man die bisherigen Angebote in der Wiesenschule auch in den Räumlichkeiten der Pestalozzischule umsetzen kann. „Bestimmte Dinge müssen einfach vorhanden sein, auch in der Übergangsphase“, sagte Sven Schulze. Dazu gehören nicht nur technische Voraussetzungen, wie internetfähige Räume, auch bei der Grundausstattung müsse nachgerüstet werden. „Wird ein Ausweichquartier eine Luxusherberge sein? Sicherlich nicht. Es ist sehr optimistisch gedacht, aber was sollen wir denn machen? Die ganze Angelegenheit schlecht zu reden, hilft uns doch nicht weiter“, so René Wolter dazu. Abschließend gab es im Ausschuss die Information, dass in der kommenden Kreistagssitzung ein Beschluss dazu gefasst wird.

 

Quelle: MAZ, Jüterbog, vom 25.01.2018, Autorin: Isabelle Richter

 

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